"Deconstructing Narratives of Safety" ist eine ortsspezifische Installation, die einen verlassenen Bunker nutzt,
um die Annahme zu hinterfragen, dass Militarismus Sicherheit schafft. In einer Welt voller Konflikte und Kriege stellt das Projekt
die patriarchalen Strukturen infrage, die Frieden mit Gewalt gleichsetzen.
Im ersten Raum hören die Besucher*innen ein traditionelles armenisches Schlaflied. Das Lied, eigentlich für Trost gedacht,
enthält eine unerwartete Kriegsbotschaft. Rotes, bewegtes Licht beleuchtet den Raum, wirft Schatten und verstärkt
die Spannung zwischen Sicherheit und Bedrohung.
Im zweiten Raum wird eine Szene nachgestellt: Ein Stuhl, umgeben von Polizeiband, begleitet von Radiorauschen.
Diese Darstellung erinnert an die Geiselnahme von Nicole S. im September 2023 auf dem ehemaligen MFG-5-Gelände.
Der Vorfall verdeutlicht, wie selbst Orte, die einmal sicher waren, zu Schauplätzen von Gewalt werden können.
"Deconstructing Narratives of Safety" is a site-specific installation that uses an abandoned bunker to question the belief
that militarism ensures security. In a world filled with conflict and war, the project challenges the patriarchal structures
that equate peace with violence.
In the first room, visitors hear a traditional Armenian lullaby. Originally meant to provide comfort, the song carries an
unexpected message of war. Red, moving light illuminates the space, casting shadows and heightening the tension between
safety and threat.
The second room presents a recreated scene: a chair surrounded by police tape, accompanied by radio static.
This depiction references the hostage-taking of Nicole S. in September 2023 at the former MFG-5 site.
The incident underscores how even places once considered safe can become sites of violence.