Typografie und Buchgestaltung

William Shakespeare: The Tragedy of Macbeth – eine experimentelle Buchgestaltung

Cara Rehbein

Bachelorthesis /
Wintersemester 2024/2025

Projektbetreuung:
Prof.in Annette le Fort / Prof. André Heers

Die experimentelle Buchgestaltung zu Shakespeares Macbeth setzt sich mit dem inneren Verfall der Titelfigur auseinander – einem psychologischen Abstieg, der sich visuell und typografisch manifestiert. Ausgangspunkt ist die Frage, wie sich die Schattenhaftigkeit Macbeths und die sprachliche Komplexität des Dramas in eine gestalterische Form übersetzen lassen. Durch die Reduktion auf Schwarz-Weiß, eine übersteigerte Typografie in Versalien und gezielte Irritationen im Satzbild entsteht ein Textkörper, der den psychischen Zerfall sichtbar und körperlich erfahrbar macht. Die Sprache Shakespeares wird nicht erklärt, sondern auf typografischer Ebene gespiegelt – als Struktur von Macht, Schuld und Auflösung.
This experimental book design explores the psychological decay of Macbeth and how his descent—marked by shadow, guilt, and ambition – can be translated into typographic form. Central is the question of how Shakespeare’s dense, rhythmic language and the character’s inner fragmentation can be rendered visually. Using only black and white, oversized capital letters, and disrupted typesetting, the layout becomes a reflection of Macbeth’s unraveling mind. Shakespeare’s text is not illustrated but mirrored typographically – as a system of power, collapse, and disintegration.
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