Allodynie bezeichnet ein unverhältnismäßig ausgeprägtes Schmerzempfinden. Es entsteht eine Art Störgeräusch im menschlichen Körper, bedingt durch veränderte Zellen, die Signale falsch oder in übertriebener Art verarbeiten. Dabei ist Schmerz als solcher eine hochindividuelle Erfahrung. Im Rahmen der Rauminstallation taucht der Betrachter in ein komplexes System aus Entitäten ein, die durch Lichtimpulse und Ping-artigen Sound miteinander zu kommunizieren scheinen und dabei eine kollektiv wahrnehmbare Simulation einer so subjektiven Erfahrung erzeugen. Der Betrachter nimmt erst durch längere Betrachtung war, dass zwei Zellen nicht den Rhythmus der anderen annehmen. Sie treten als unharmonisches Störelement aus dem System hervor und erzeugen ein subtiles Unbehagen, dessen Ursache nur schwer genau zu benennen ist. Ein Störgeräusch zieht dabei den Betrachter zu den defekten Elementen des Systems und lassen ihn das unangenehme Gefühl nicht abschütteln.
Allodynia is a dimension of pain that describes the phenomenon of a disproportionately strong pain reaction triggered by light touch. It creates a kind of interfering noise within the human body, caused by altered cells that misinterpret or exaggerate signals. Pain itself is a highly individual experience. Within the installation, the viewer immerses themselves in a complex system of entities that appear to communicate with one another through light impulses and ping-like sounds, creating a collectively perceptible simulation of such a subjective experience. Only after extended observation does the viewer notice that two cells do not adopt the rhythm of the others. They emerge as discordant disruptive elements within the system, generating a subtle discomfort of which its source is difficult to precisely identify. An interference sound draws the viewer toward the defective elements of the system, making it hard to shake off this unpleasant sensation.