Bildhauerei

balcony stories

Florian Huber

Semesterprojekt im Master /
Sommersemester 2024

Projektbetreuung:
FORT - Prof.innen Kropp/ Niemann

Der Balkon, historisch ein Ort von vielfältiger Bedeutung – sei es als politische Bühne oder als Symbol für das urbane Leben – wird in Florian Hubers Installation neu interpretiert. Huber betrachtet den Balkon als Schnittstelle zwischen dem privaten und dem öffentlichen Raum, an dem das individuelle Zuhause in ein kollektives städtisches Gefüge eingebettet wird. Indem er jedoch sowohl die Wohnung hinter dem Balkon als auch die umgebende Umwelt entfernt, entzieht er dem Balkon seine übliche Schwellenfunktion und schafft einen losen Übergangsraum ohne feste Definition oder Bestimmung. Die erste Iteration der Serie präsentiert einen französischen Balkon. Die lieblich geschwungenen Streben des Balkons symbolisieren kleinbürgerliche Herrschaftsfantasien, die jedoch im Alltäglichen unter anderem durch die profanen Bierkästen und eingegangenen Blumen entzaubert werden. Der Balkon, einst als Rückzugsort gedacht, wird so zum Abstellraum degradiert. Text: Maxim Lewandowski
The balcony, historically a place of diverse significance—whether as a political stage or a symbol of urban life—is reinterpreted in Florian Huber’s installation “Balcony Stories.” Huber views the balcony as an interface between private and public space, where the individual home becomes embedded in a collective urban fabric. However, by removing both the apartment behind the balcony and the surrounding environment, Huber strips the balcony of its usual threshold function, creating a transitional space without clear definition or purpose. The first iteration of the series presents a French balcony completely filled with beer crates and buckets. The gracefully curved railings of the balcony symbolize petit-bourgeois fantasies of control, which are, however, demystified by the mundane presence of beer crates and withered flowers. Once intended as a place of retreat, the balcony is thus reduced to a mere storage space. Text: Maxim Lewandowski
Nächstes Projekt: Buchheim (March)