Zeichnung und Druckgrafik

Le Stade du Miroir

Max Prange

Bachelorthesis /
Wintersemester 2024/2025

Projektbetreuung:
Prof. Piotr Nathan, Prof. Christiane Kruse

'Le Stade du Miroir' ist eine Soundinstallation, in deren Zentrum eine Gesprächskomposition aus zuvor geführten Interviews mit queeren Männern steht. Die Männer durchbrechen innere Hemmschwellen und sprechen über das schambehaftete, oftmals verdrängte Gefühl von queerer Einsamkeit. Die Stimmen sind im Inneren des hölzernen „Gesprächbrunnens“ zu hören. Sobald sich die Rezipient*innen über den Brunnenrand beugen, können sie der Unterhaltung lauschen. Dabei müssen sie einander körperlich näher kommen und womöglich selbst eine innere Hemmschwelle überwinden. Am Fuße des Brunnens befindet sich ein sich drehender Spiegel, dessen Spiegelfläche jedoch durch die sich darüber befindene, gewellte Glasscheibe mehrfach gebrochen wird. Der Titel der Arbeit, 'Le Stade du Miroir', bezieht sich auf die äußere und innere Selbstbetrachtung im Sinne des Sich-Spiegelns. Die verzerrte Selbstwahrnehmung visualisiert den gestörten Zugang vieler queerer Männer zum eigenen Selbst.
Le Stade du Miroir is a sound installation centered around a composed dialogue made from prior interviews with queer men. These men traverse internal inhibitions and talk about the shameful, often repressed feeling of queer loneliness. The voices resonate from within a wooden “conversation well.” As recipients lean over its edge, they can listen to the conversation. In doing so, they are compelled to physically approach one another – and perhaps confronting their own inner barriers. At the base of the well is a rotating mirror. Its reflective surface refracted through an wave pane of glass above it. The title Le Stade du Miroir refers to both outer and inner self-reflection. The visual distortion becomes a metaphor for the disrupted relationship many queer men have with their own identity.
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