'Le Stade du Miroir' ist eine Soundinstallation, in deren Zentrum eine
Gesprächskomposition aus zuvor geführten Interviews mit queeren
Männern steht. Die Männer durchbrechen innere Hemmschwellen
und sprechen über das schambehaftete, oftmals verdrängte Gefühl von
queerer Einsamkeit.
Die Stimmen sind im Inneren des hölzernen „Gesprächbrunnens“
zu hören. Sobald sich die Rezipient*innen über den Brunnenrand
beugen, können sie der Unterhaltung lauschen. Dabei müssen sie
einander körperlich näher kommen und womöglich selbst eine innere
Hemmschwelle überwinden.
Am Fuße des Brunnens befindet sich ein sich drehender Spiegel,
dessen Spiegelfläche jedoch durch die sich darüber befindene, gewellte
Glasscheibe mehrfach gebrochen wird. Der Titel der Arbeit, 'Le Stade du
Miroir', bezieht sich auf die äußere und innere Selbstbetrachtung im Sinne
des Sich-Spiegelns. Die verzerrte Selbstwahrnehmung visualisiert den
gestörten Zugang vieler queerer Männer zum eigenen Selbst.
Le Stade du Miroir is a sound installation centered around a composed dialogue made from prior interviews with queer men. These men traverse internal inhibitions and talk about the shameful, often repressed feeling of queer loneliness.
The voices resonate from within a wooden “conversation well.” As recipients lean over its edge, they can listen to the conversation. In doing so, they are compelled to physically approach one another – and perhaps confronting their own inner barriers.
At the base of the well is a rotating mirror. Its reflective surface refracted through an wave pane of glass above it. The title Le Stade du Miroir refers to both outer and inner self-reflection. The visual distortion becomes a metaphor for the disrupted relationship many queer men have with their own identity.